SINUS~TON | SOUNDSCAPE USA
5. Magdeburger Tage der elektroakustischen Musik
23. – 26. Oktober 2014 | Magdeburg

     


Künstler

 

Christian Lillinger begann im Alter von 13 Jahren mit dem Schlagzeugspiel und studierte es von 2000 bis 2004 in Dresden bei Günther „Baby“ Sommer, Michael Griener und Sven Helbig. Von 2001 – 2003 war er Mitglied im „Bujazzo“, Leitung Peter Herbolzheimer. Im Jahr 2000 war er Preisträger des internationalen Improvisationswettbewerbes in Leipzig. Seit 2002 intensive Zusammenarbeit im Trio HYPERACTIVE KID.
2008 gründete er seine eigenen Band GRUND, mit der er zwei CDs auf dem Label Clean Feed veröffentlichte. 2013 erhielt er ein Kompositionsstipendium der Stadt Berlin.
Christian Lillinger spielte auf zahlreichen Festivals (unter anderen bei den Donaueschinger Musiktage, Kopenhagen Jazzfestival, JazzBaltica, Paris Jazzfestival, Leipziger Jazztage, Jazzbruegge, Berliner Jazztage). Tourneen im Auftrag des Goethe Instituts führten ihn nach West Afrika, Russland, Philippinen, Venezuela, Finnland, Rumänien und Italien.
Als Sideman konzertierte er mit Joachim Kühn, Beat Furrer, Zeitkratzer, Wadada Leo Smith, Barre Phillips, John Tchicai, David Liebmann, Michael Wollny, Evan Parker, William Parker, Peter Evans, Joe Lovano, Miroslav Vitouse, Tony Malaby, u.a.

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Oliver Schneller begann sein Kompositionsstudium bei Lee Hyla am New England Conservatory in Boston und schloss es 2002 bei Tristan Murail als Stipendiat der Columbia University in New York ab. Ende der neunziger Jahre leitete er das Electronic Music Studio an der City University of New York. Als Assistent von Murail unterrichtete er Komposition, Computermusik und Psychoakustik an der Columbia University. Wichtige Impulse durch die Begegnung mit Helmut Lachenmann, Brian Ferneyhough, Salvatore Sciarrino, Jonathan Harvey und George Benjamin.
Von 2002-04 war er compositeur en recherche am Pariser IRCAM. Residencies am ZKM Karlsruhe, am Experimentalstudio des SWR und beim Takefu Festival in Japan. Für seine Arbeit erhielt Schneller zahlreiche Auszeichnungen, darunter ein Stipendium der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo, den Förderpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung, den Paul Fromm Award der Harvard University und das Benjamin Britten Fellowship (Tanglewood). In Berlin kuratierte er 2004 das Festival TRACING MIGRATIONS mit zeitgenössischer Musik von jungen arabischen Komponisten in Zusammenarbeit mit IMC/UNESCO. Seit 2008 ist er Künstlerischer Leiter des Festivals "SinusTon – Magdeburger Tage der elektroakustischen Musik". Von 2009 bis 2010 war er Professor für Komposition an der Musikhochschule Stuttgart in Vertretung von Prof. Marco Stroppa. Seit 2012 hat er eine Kompositionsprofessur in Hannover inne.
Als Saxophonist arbeitete Oliver Schneller mit Musikern wie Lukas Foss, John Zorn, Steve Drury, Bernhard Lang, Robin Hayward sowie dem Gustav Mahler Jugend-symphonieorchester unter Seiji Ozawa, dem Aspen Contemporary Ensemble, dem Tanglewood Symphony Orchestra unter Tan Dun und der George Russell Bigband zusammen.

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Die Blockflötistin Lucia Mense erhielt ihre musikalische Ausbildung an den Musikhochschulen Köln, Amsterdam und Mailand bei Prof. Günther Höller, Marijke Miessen, Walter van Hauwe und Pedro Memelsdorff. Sie ist Solistin und Mitglied verschiedener Kammermusikensembles und Orchester (u.a. Ars Choralis Coeln, multimode-ensemble für experimentelle neue musik). Lucia Mense kann auf zahlreiche Radio-Produktionen und CD-Einspielungen bei namhaften Labels verweisen. Als Solistin war sie u.a. zu Gast bei den Alte-Musik-Festivals in Herne, Arolsen und in Litauen, dem Jazz-Festival in Moers, beim Festival Blokflute & Electronics im Ijsbreker (Amsterdam) und dem Schleswig-Holstein-Festival. Als Gastdozentin war sie bisher an den Musikhochschulen in Köln, Hamburg, Mannheim, Düsseldorf und am Orange Coast College, Kalifornien tätig.

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Frank Gratkowski, geboren 1963 in Hamburg, studierte Saxophon an der Musikhochschule Köln bei Heiner Wiberny und legte dort sein Konzertexamen ab. Weitere Studien führten ihn u.a. zu Charlie Mariano, Sal Nistico und Steve Lacy. Neben seiner Tätigkeit als Solist in verschiedenen internationalen Formationen gibt er seit 1990 Solokonzerte. Seit 1999 begibt er sich jährlich auf ausgedehnte Tourneen durch die USA und Kanada. Frank Gratkowski spielte auf nahezu jedem der großen deutschen Jazzfestivals, sowie auf zahlreichen internationalen Jazz- und Neue-Musik-Festivals (u.a. in Vancouver, Toronto, Chicago, New York, Seattle, Quebec, Les Mans, Muelhuus, Groningen, Barcelona, Warschau, Prag, Rom und Yokohama. Er lehrt an den Musikhochschulen in Köln und Arnhem sowie leitete Workshops in Deutschland, Italien, Holland, England, Kanada, Korea und den USA.

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Der Gitarrist Seth Josel wurde 1961 in New York geboren. Er studierte an der Manhattan School of Music in New York und an der Yale University. Zu seinen Lehrern zählten Manuel Barrueco und Eliot Fisk. 1988 erhielt er das Fulbright-Hays-Stipendium der amerikanischen Regierung und 1992/93 ein Stipendium der Akademie Schloss Solitude Stuttgart. Neben seiner Tätigkeit als Solist war er von 1991 bis 2000 festes Mitglied des Ensembles Musikfabrik NRW. Seth Josel war an zahlreichen CD-Einspielungen mit dem Ensemble Musikfabrik NRW, dem Rundfunksinfonie-Orchester Berlin, dem Schönberg Ensemble Amsterdam, Champ d’Action Antwerpen und als Solist beteiligt.

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Der Cellist Anton Lukoszevieze spielt regelmäßig auf internationalen Festivals für Neue Musik, wie Maerzmusik Berlin, Wien Modern und in Donaueschingen. Als Solist trat er u.a. mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra und dem Netherlands Radio Symphony Orchestra auf. Er arbeitete mit vielen namhaften Komponisten und Interpreten, wie David Behrman, Amnon Wolman, Karlheinz Essl, Helmut Oehring, Rytis Mazulis und Pierre Strauch zusammen. Wiederholt arbeitete er mit der britischen Filmemacherin Jayne Parker. Anton Lukoszevieze ist Gründer und Leiter des Ensembles Apartment House.

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hans w. koch, geb. 1962, lebt als freischaffender Komponist und Performer in Köln. Sein besonderes Interesse gilt der Unvorhersagbarkeit auf allen Ebenen eines musikalischen Werkes. Daraus resultieren Kompositionen von offenen Formen für verschiedenste Besetzungen, oft unter Einschluss von Live-Elektronik und die Entwicklung von Mixed-Media-Installationen. Oft führt die Suche nach verborgenen Aspekten von Alltagsgegenständen zu Klängen und musikalischen Strukturen. Dies erstreckt sich auch auf den Gebrauch von Computern als Musikinstrumente in einer sehr wörtlichen Bedeutung. Ein weiteres wichtiges Betätigungsfeld ist die Arbeit mit Laien und Lehrern, mit denen im Rahmen von Workshops praktische Erkundungen auf dem Gebiet der experimentellen Musik unternommen werden. Seine künstlerische Arbeit führte ihn in zahlreiche Länder Europas, nach Japan und in die USA.

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Die Mitglieder des «Wet Ink Ensemble» aus New York sind Interpreten und Komponisten zugleich und schreiben, improvisieren und entwickeln die Stücke ihrer Programme wie eine Rockband gemeinsam über einen längeren Zeitraum. Neben regelmäßigen Konzerten in New York absolvierte das Ensemble, das 1998 vom Saxophonisten und Komponisten Alex Mincek gegründet wurde, zahlreiche Konzerttourneen – unter anderem durch Kalifornien – und trat u.a. beim Sacramento Festival of New American Music auf. Wet Ink war von 2011 bis 2013 «ensemble in residence» an der Duke University. Beim Label Carrier Records veröffentlichte das Ensemble bisher zwei CDs.

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Der Komponist, Performer, Multimedia Artist und Art Director Knut Remond wurde in Basel geboren und lebt in Berlin. Er ist Gründer, künstlerischer Leiter und Kurator von „ohrenhoch, der Geräuschladen“ – Soundgalerie in Berlin-Neukölln und Mentor der „ohrenhoch-Kids“ – Schule bzw. Forschungsstelle für elektroakustische Musik und Klanginstallation für Kinder von 5 bis 14 Jahren.
Knut Remond ist international in der zeitgenössischen, experimentellen und improvisierten Musik, als Komponist und Performer und als Klang-Installateur bekannt. Er schuf zahlreiche musikalische und multimediale Werke, elektroakustisch, instrumental und für Stimmen.

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Seit 2008 lernen, forschen und experimentieren die ohrenhoch-Kids und -Youngsters m Alter zwischen 5 und 12 Jahren In der ohrenhoch-Schule, einem Laboratorium für Mixed Media. Aus ihren eigenen Ideen realisieren sie Kompositionen mit Geräuschen und Klängen auf digitalen Speichermedien. Es entstehen Klangobjekte, Klanginstallationen und interaktive Raum-Klang-Projekte. Pädagogischer Ausgangspunkt ist dabei den 'ohrenhoch-Kids und -Youngsters' auf gleicher Augenhöhe und als vollwertigen Mitgliedern der Gesellschaft zu begegnen. Die ohrenhoch-Kids sind alle aus Berlin-Neukölln. Sie treffen sich jede Woche in den Räumen von ohrenhoch unter der Leitung von Knut Remond.
2008 und 2009 wurden die ohrenhoch-Kids mit Knut Remond mit dem junge ohren preis ausgezeichnet.

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Der mit vielen Preisen und Stipendien ausgezeichnete Gitarrist Daniel Lippel lebt in New York und ist als Interpret von Solo- und Kammermusik in der ganzen Welt aktiv. Er ist Mitglied der renommierten Kammermusik-formationen ICE (International Contemporary Ensemble) und Flexible Music sowie der weltweit konzertierenden Rockband Mice Parade. Seine zahlreichen CD-Aufnahmen sind in Publikationen der Zeitschriften Gramophone, American Record Guide, Guitar Review sowie Music Web International enthusiastisch rezensiert worden. Daniel Lippel konnte mit etablierten Komponisten wie Mario Davidovsky, Phillipe Manoury, Magnus Lindberg und Augusta Read Thomas zusammenarbeiten. Auch die Arbeit mit jungen Komponisten ist ein wichtiger Bestandteil seiner Tätigkeit: Mehr als 50 Solo- und Kammermusikwerke hat er in Auftrag gegeben und uraufgeführt. Daniel Lippel hat am Oberlin College of Music, dem Cleveland Institute for Music und der Manhattan School of Music studiert, wo er 2006 als Schüler von David Starobin den Doctor of Musical Arts erhielt. Von 1999 bis 2001 unterrichtete er an der Bowling Green State University und hielt Vorträge über zeitgenössische Musik für Gitarre an verschiedenen Universtäten der Vereinigten Staaten.

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Die in Taiwan geborene Pianistin Shiau-Uen Ding hat sich, nach ihrem Klavierstudium bei Eugene Pridonoff, Elizabeth Pridonoff und Lina Yeh und der Ausbildung im Bereich «Computermusik» bei Mara Helmuth und Christopher Bailey an der National Taiwan Normal University und der University of Cincinnati, auf die Interpretation elektroakustischer Musik spezialisiert. Konzertreisen führten sie durch die USA und nach Frankreich, Deutschland, Belgien und China. Die in New York City lebende Künstlerin arbeitete mit Steve Reich, Michael Kugel, George Tsontakis und Moritz Eggert zusammen.

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1989 wurde das ensemble unitedberlin gegründet – Sinnbild der wiedergewonnenen Verbindung von Musik und Musikern in der lange geteilten Stadt. Gastkonzerte auf Festivals neuer Musik gestaltete das Ensemble in Albanien, Brasilien, Israel, Polen, Russland, Spanien, Südkorea, China, Ungarn, Schweiz und in den USA. Jüngste internationale Engagements waren Auftritte bei der Biennale Venedig, beim Steirischen Herbst in Graz und in der Deutschen Akademie Villa Massimo in Rom. Zahlreiche Konzertprogramme wurden in enger Zusammen-arbeit mit zeitgenössischen Komponisten erarbeitet, so u.a. mit Vinko Globokar, Wolfgang Rihm, Mauricio Kagel, Christian Wolff, Toshio Hosokawa, Helmut Lachenmann und György Kurtág. Über die CD des Ensembles mit Werken von Luigi Nono (WERGO 6631-2) schrieb Paul Griffiths: «There have been a lot of Nono releases since the composer's death in 1990. This is one of the best.» (New York Times, 29. Dezember 1998)

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Die in Berlin lebende Dirigentin Catherine Larsen-Maguire wurde in Manchester, England geboren und begann ihre musikalische Ausbildung im Alter von acht Jahren, als sie Geigenunterricht erhielt. Mit 16 erhielt sie ihren ersten Fagottunterricht. In Cambridge studierte sie zunächst Musikwissenschaft und dirigierte das dortige Universitätsorchester. Später studierte sie Fagott und Dirigieren an der Royal Academy of Music in London und wurde in die Solistenklasse des Fagottisten Klaus Thunemann aufgenommen. Im Mai 1996 gewann Catherine Larsen-Maguire den höchsten Preis beim Wettbewerb "Prager Frühling". Nachdem sie mehrere Konzerte und Opernvorstellungen an der Komischen Oper Berlin dirigiert hatte, wurde sie eingeladen, zwei Sinfoniekonzertprogramme der Magdeburgischen Philharmonie zu leiten.
Sie war Professorin für Dirigieren beim Uberlandia-Festival in Brasilien, wo sie mehrere Konzerte mit unterschiedlichen Orchestern gab.

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Christopher Dylan Bailey wurde in Philadelphia geboren und studierte Komposition an der Eastman School of Music und an der Columbia University in New York. Seit den 1990er Jahren komponiert er mikrotonal und gründete 2007 mit Aaron K. Johnson das Midwest Microfest, heute «UnTwelve». Seine presigekrönten Kompositionen zeichnen sich durch einen hohen Grad an Originalität aus und enthalten oft in kürzester Zeit ein Maximum an syntaktischen und semantischen Kontrasten. Er unterrichtete Komposition an der Northeasten University, am College William and Mary und am CCM in Cincinnati.

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Henrik von Coler Jahrgang 1982, studierte Elektrotechnik an der HAW Hamburg und anschließend Audiokommunikation und Technologie an der TU Berlin. Zur Zeit ist er als wissenschaftlicher Institutsassistent am Staatlichen Institut für Musikforschung tätig. Neben der Forschung an Verfahren zur Klanganalyse und -synthese gilt sein Interesse der Komposition und Aufführung akusmatischer Musik.

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